Wenn ein Mensch im eigenen Umfeld Drogen konsumiert, ist das für Angehörige und Freunde oft sehr belastend. Viele fühlen sich hilflos, überfordert oder wissen nicht, wie sie richtig reagieren sollen. Sorgen, Angst und Unsicherheit gehören leider häufig dazu.
Diese Seite richtet sich an alle, die nicht selbst konsumieren, aber betroffen sind, weil ihnen jemand wichtig ist.
Ein wichtiger Punkt zuerst:
Du bist nicht verantwortlich für den Konsum einer anderen Person. Sucht ist eine Erkrankung, keine Charakterschwäche. Schuldgefühle helfen niemandem weiter – weder dir noch der betroffenen Person.
Auch wenn du die Situation nicht allein lösen kannst, gibt es Dinge, die helfen können:
• ruhig und offen das Gespräch suchen
• zuhören, ohne zu verurteilen
• klare Grenzen setzen
• dich selbst informieren
• Hilfe von außen annehmen
Manchmal ist es wichtiger, da zu sein, als die richtigen Worte zu finden.
Gut gemeinte Reaktionen können manchmal das Gegenteil bewirken:
• Druck ausüben oder drohen
• alles kontrollieren wollen
• Probleme verharmlosen
• den Konsum decken oder entschuldigen
Du kannst unterstützen – aber du kannst niemanden zwingen, etwas zu ändern.
Menschen, die helfen, vergessen oft sich selbst. Doch auch du hast Grenzen. Es ist in Ordnung, Unterstützung für dich zu suchen. Gespräche mit Beratungsstellen oder Hotlines sind nicht nur für Betroffene da, sondern auch für Angehörige und Freunde.
Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Es gibt Anlaufstellen, die speziell Angehörige beraten und unterstützen. Sich Hilfe zu holen bedeutet nicht, aufzugeben – sondern Verantwortung zu übernehmen.
Du kannst begleiten, unterstützen und da sein.
Aber du darfst dich dabei selbst nicht verlieren.
Hilfe beginnt oft mit einem Gespräch – auch für dich.
