Medikamente helfen Menschen, Krankheiten zu behandeln und Schmerzen zu lindern. Werden sie jedoch falsch oder ohne ärztliche Anweisung eingenommen, können auch Medikamente zur Droge werden und abhängig machen.
Gerade weil Medikamente legal sind, wird ihr Missbrauch oft unterschätzt.
Von Medikamentenmissbrauch spricht man, wenn Medikamente ohne medizinischen Grund, in zu hoher Dosierung oder über einen längeren Zeitraum eingenommen werden. Besonders betroffen sind Schmerzmittel, Beruhigungs- und Schlafmittel.
Viele Betroffene rutschen unbemerkt in eine Abhängigkeit.
Medikamente greifen gezielt in den Körper ein. Bei falscher Anwendung können sie Organe schädigen, das Bewusstsein beeinflussen und die Psyche verändern. Das Risiko steigt, wenn Medikamente mit Alkohol oder anderen Drogen kombiniert werden.
Medikamentenmissbrauch kann unter anderem folgende Folgen haben:
• Abhängigkeit und Entzugserscheinungen
• Müdigkeit, Benommenheit oder
• Konzentrationsstörungen
• Leberschäden oder Nierenschäden
• Gedächtnisprobleme
• Psychische Veränderungen wie Angst oder Depression
Die Schäden entwickeln sich oft schleichend.
Eine Abhängigkeit von Medikamenten entsteht häufig unauffällig. Warnzeichen können sein:
• steigender Bedarf an Medikamenten
• Angst vor dem Absetzen
• Einnahme ohne ärztliche Rücksprache
• Vernachlässigung des Alltags
Viele Betroffene schämen sich und suchen erst spät Hilfe.
Medikamente sind kein Spielzeug. Sie können helfen, aber auch schaden, wenn sie falsch eingesetzt werden.
Auch legale Mittel können gefährlich werden.
